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Über mich

Autorin wollte ich schon als Kind werden. Geschichten erzählen, Gefühle beschreiben, Bilder schaffen, die vor dem inneren Auge entstehen. Unsere tiefsten Wünsche arbeiten immer in uns und graben sich unaufhörlich den manchmal schwierigen Weg an die sichtbare Oberfläche. Wünsche geben niemals auf. Und meiner Meinung nach bewegt sich das Leben in Form von Epizykeln. Wir gehen unseren Weg in Schleifenformen und kehren immer wieder auf den Hauptpfad, zu unseren eigentlichen Wünschen, zurück. ​
Eigentlich wollte ich russische Literatur studieren. In meiner Jugend lagen Dostojewski, Tolstoi, Gontscharow, Tschechow und Turgenjew auf meinem voll gepackten Nachttisch. Anna Karenina wollte ich im Original lesen, - und alles verstehen. Das war mein Wunsch. Statt auf Partys zu gehen, verlor ich mich im Russland des 19. Jahrhunderts und war in allerbester Gesellschaft!
Doch kurz nach dem Abitur fiel mir eine CD der spanischen Rockband "Héroes del silencio" in die Hände. Es hieß, ihre Texte seien so schön, so poetisch, so ungewöhnlich. Das machte mich natürlich neugierig. Außerdem hatte der Sänger der Band, Enrique Bunbury, denselben Lieblingsdichter wie ich: Federico García Lorca. Und da drei Jahre vor meinem Abitur die Berliner Mauer gefallen war und nun viele Ostdeutsche mit hervorragenden Russischkenntnissen im Land waren, warf ich meine Pläne über Bord und schrieb mich für spanische und lateinamerikanische Literatur an der Universität des Saarlandes ein. Meinen spanischen Wortschatz speiste ich aus den wirklich wundervollen Texten der "stillen Helden".
Den Großteil meines Studiums, - nach meiner Saarbrücker Zeit studierte ich auch in Cádiz/Spanien und später in Köln - , verbrachte ich in Bibliotheken, Buchhandlungen und im Karate-Dôjô, um nicht nur den Geist, sondern auch den Körper zu formen.
Nach meinem Uniabschluss 2001 begann ich als Fernsehautorin beim Westdeutschen Rundfunk zu arbeiten. Ich lernte, wie man mit bewegten Bildern Geschichten erzählt und dass Bilder immer stärker sind als der Text, der sie zu erklären versucht.
Neben meiner Fernseharbeit nahm ich bei einer privaten Lehrerin, Melita Gulina, Russischunterricht, denn irgendwie sterben tief verborgene Wünsche nicht.
Mit einem radebrechenden Alltagsrussisch ging ich 2004 für drei Monate in den Osten, arbeitete in Moskau als Fernsehautorin für die ARD und als Reporterin für eine deutschsprachige Zeitung in St. Petersburg. Russland hat mich damals tief beeindruckt. Ich habe wundervolle Menschen getroffen und die russische Seele oft durchschimmern sehen. Was Putin aus diesem Land gemacht hat, ist traurig. Er hat Russland die Zukunft genommen. 

Dann wurde ein weiterer Traum wahr: von 2005 bis 2007 absolvierte ich das WDR-Volontariat und verliebte mich heftig: in den Hörfunk. Meine Lieblingsredaktion war die ZeitZeichen- / Stichtag-Redaktion. Ich durfte zur Probe das Manuskript eines Stichtages über Romy Schneider schreiben, bekam grünes Licht und durfte dann auch das ZeitZeichen über diese besondere Künstlerin verfassen. So wurde ich 2007 Autorin meiner Lieblingsredaktion. Für die Zeitzeichen arbeite ich noch heute. Nach dem Volontariat habe ich einige Jahre für die WDR-Sendung "hier und heute" gearbeitet und 14-minütige Fernsehreportagen gemacht. 
2012 bekam ich den Journalistenpreis "Wort und Werkstatt" der KFZ-Branche verliehen, für meine Reportage "Ein Auto für die Freiheit". Darin geht es um Menschen, die trotz eines körperlichen Handicaps Auto fahren möchten - und das auch tun. Leider wurde die Sendung "hier und heute" eingestellt. 
Von 2011 an habe ich neben meiner journalistischen Tätigkeit auch als Ghostwriter gearbeitet. Fünf Bücher habe ich für den Wu Wei-Verlag geschrieben, außerdem zwei Hörbücher realisiert.​ 2016 habe ich mir einen meiner größten Wünsche erfüllen können: Ich habe mein erstes eigenes Buch geschrieben. Über meinen Wanderritt in der Eifel mit meiner geliebten Stute Lady. Im Februar 2017 ist es erschienen. Ihr findet mehr zu diesem Buch, wenn Ihr auf dieser Homepage unter "Meine WortManufaktur" schaut. Klickt einfach ganz unten auf das Buch-Cover. Dann findet Ihr eine Bildererzählung vom Wanderritt und eine Leseprobe. Viel Spaß beim Schmöckern!!!
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Meine Lady. Bei ihr tanke ich Pferdeenergie.

Meister Hora aus Michael Endes Roman "Momo" bezeichnet seine Schildkröte Kassiopeia als "ein Wesen von außerhalb der Zeit."

Aus dem Munde von...

"Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt."   Jorge Luis Borges, argentinischer Dichter (1899-1986)

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